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Diaschau zu Ein Fluss erzählt

Bilder


Ein Fluss erzählt
Fantasie über den oberösterreichischen Fluss Steyr
komoniert 1976 von Bruno Sulzbacher

uraufgeführt 1979 durch die Militärmusik Oberösterreich
unter Rudolf Zeman im Brucknerhaus Linz

Zur Komposiiton gibt es eine
Power Point Präsentation mit den unten gezeigten Bildern
( wenn gewünscht, bei mir anfordern )


Werkbeschreibung :

Mehrere unscheinbare Quellen in einem Wald im hinteren Stodertal sind es, aus denen die Steyr ihr Leben schöpft. Klarinettenläufe imitieren abwechselnd die kleinen Quellen. Tenorhörner besingen die junge Steyr mit einigen nach moll variierten Takten eines Heimatliedes. ( dort an der grünen Steyr ). Aus den Bergen ringsum gesellen sich nach und nach weitere Bäche hinzu und lassen die Steyr zu einem ansehnlichen Fluss wachsen, der durch's Stodertal zieht und dabei von einem, dem Kuckucksruf nachempfundenen Tanz begleitet wird.
Urplötzlich und mit ganzer Wucht stürzt sich die Steyr im Wasserfall Strumboding über die Felsen. Gar mancher Felsbrocken hat im Verlauf der Jahrhunderte dieser geballten Kraft weichen müssen. Weiße Gischt weht dem Betrachter entgegen - das Orchester vermittelt uns dies in einem Allegro mit einem frappanten Tonartwechsel sowie Turbulenzen in allen Registern.
Nachdem sich der Fluss wieder beruhigt hat, verlassen wir das Stodertal und erleben eine Ruderbootfahrt auf dem Stausee bei Klaus. Hier entstand ein landschaftliches Kleinod durch die Auffüllung einer etwa 45 Meter tiefen Schlucht. Das sprichwörtliche Grün der Steyr kommt hier sehr eindrucksvoll zur Geltung - in ruhigem 6/8 Takt schaukelt das Orchester dahin. Die Melodieinstrumente zeichnen die Romantik des Erlebnisses nach, während die Bässe in unruhigen Läufen die Gefahr andeuten sollen, die in der Tiefe des Sees begründet ist.
In einem - Andante maestoso - erleben wir den Anblick der Festung Klaus, einem bis heute erhalten gebliebenen Relikt aus längst vergangener Zeit. Ritterstolz verkündend eine Fanfare des Orchesters, die sich bis zum Fortissimo steigert. Im folgenden - Presto - bringen Blasinstrumente zum Ausdruck, wie sich der Fluss im "Steyrdurchbruch" durch eine sehr enge Felsenschlucht zwängen muss. Er beeilt sich naturgemäß dabei und findet seine Befreiung in einem ruhigen Walzertempo, das von den Tenor- und Bassinstrumenten dominiert wird - das Tal hat sich wieder geöffnet. Die folgende Polka versinnbildlicht die Begegnung mit der Steyrtalbahn ( sie war 1976 noch im Vollbetrieb zwischen Klaus und Garsten ), irgendwo wird ein Halt eingelegt und nach einem energischen Pfiff des Zugführers geht's heimwärts in die alte Eisenstadt Steyr, wo sich die Steyr mit der Enns vereinigt. Eine ruhige, breite Tenormelodie, die später von den Holzbläsern uebernommen wird, vermittelt uns jene Ruhe, mit der Steyr und Enns - nun vereint - ihren Weg fortsetzen.


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